Mérida ist für mich der absolute Geheimtipp für alle Reisende, die die Yucatan Halbinsel besuchen. Ich hatte vorher kaum Vorstellungen von dieser Stadt, die. Mérida war nur ein Punkt auf meiner Mini-Rundreise über die mexikanische Halbinsel, die in den Golf von Mexiko und das Karibische Meer hineinragt. Highlight dieser Rundreise sollten die Maya Stätten Uxmal und Chichén Itzá werden, was sie auch definitiv waren. Dennoch stellt Mérida ebenfalls einen Höhepunkt dieser Reise dar. Uns begrüßte eine junge, pulsierende Stadt, die durch pittoreske, liebevoll restaurierte, pastellfarbene Häuserfassaden und Prachtbauten begeistert. Koloniales Flair, das von vergangenen Zeiten der Hochblühte, in denen Mérida durch die Sisalherstellung reich geworden war, zeugt, umgibt einen besonders an der Plaza Grande. In Markthallen umgab uns ein Duft von exotischen Gewürzen und frischem Gemüse und Obst. Köstliche, grünleuchtende Avocados soweit das Auge reichte. Ein solcher Marktbesuch darf meines Erachtens nicht fehlen, da hier und in den Gassen rund um den Markt zu unglaublich günstigen Preisen wundervolle Souvenirs wie Sisalhängematten, richtig guter Tequila und vieles mehr erstanden werden kann.  

 

 

Abends machten wir uns nach dem Abendessen in einem wundervollen Lokal, dessen Wände unter anderem mit Bildnissen Frida Kahlos geschmückt waren, auf, das Nachtleben zu erkunden. Wir waren begeistert von den wundervoll angestrahlten Gebäuden auf der Plaza Grande, die in der Dunkelheit noch beeindruckender wirkte als im Tageslicht. Besonders sehenswert ist Cathedral de San Ildefonso aus dem 16. Jahrhundert und der Palacio Municipal aus dem 18. Jahrhundert, auf dessen Balkon die Unabhängigkeit Mexikos 1821 ausgerufen worden ist. Nachdem wir das abendliche Treiben in den Gassen Méridas bestaunt hatten, landeten wir in einer auf den ersten Blick typischen mexikanischen Bar. Dutzende mexikanischer Bierflaschen stehen als Deko hinter der Bar. Das Lokal befindet sich in einem historischen Kolonialbau mit hohen Decken und einem kleinem Innenhof mit wunderschönen Arkaden und historischen, kunstvoll bemalten Fließen. Es war ausschließlich von Mexikanern besucht und im lauschigen Innenhof spielte wundervolle Livemusik. Doch plötzlich fiel unser Blick auf das Schild „Willkommen“ und auch ein Blick in die Karte verriet, dass es sich hier nicht um eine normale, mexikanische Bar handelt. Das „La Bierhaus“ wird von einem Deutschen geführt. Neben köstlichen mexikanischen Bieren, unter denen sich auch eine große Auswahl an landestypischen Craftbieren findet, gibt es auf der Karte auch eine ansehnliche Auswahl an deutschen Biersorten. Normalerweise meide ich deutsche Bars im Ausland, da ich gerne das landestypische Flair erleben möchte. Dennoch ist dieses „Bierhaus“ ein Muss und nicht allein auf Touristen, sondern auf Einheimische ausgelegt. Wir genossen einen unglaublich schönen Abend mit kühlem Bier, hervorragender Musik und toller Atmosphäre und stießen an auf die wundervollen Erlebnisse, die noch auf uns warten sollten. Salut!

Ein Bericht von Anna-Carina Krebs

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