Bereits seit Kindertagen, als ich auf dem Weg zur Italienischen Riviera in der Schweiz das erste Mal „richtige“ Berge erblickte, üben die Alpen eine unbeschreibliche Faszination auf mich aus. Ich erinnere mich daran, wie ich mit meinen Geschwistern zusammen unsere Eltern so lange bekniet habe, bis sie nachgaben und nicht den Weg durch den Tunnel, sondern den Umweg über den Gotthardpass nach Süden wählten. Und auch heute noch zieht es mich im Sommer wie auch im Winter in die Berge … aber diesmal nicht nur auf der Durchreise.

Im Winter geht es oft nach Leogang ins Salzburger Land. Dieses selbsternannte „Home of Lässig“ besticht im Winter mit über 270 Pistenkilometern und bildet zusammen mit Saalbach-Hinterglemm und Fieberbrunn eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Sowohl urige als auch stylische Hütten und ein atemberaubendes Alpenpanorama machen hier den Reiz aus. Allein der morgendliche Blick aus dem Fenster, wenn die Sonne die noch im Dunst liegenden, verschneiten Gipfel der Leoganger Steinberge anleuchtet, ist unbeschreiblich und ich empfinde Dankbarkeit, hier zu sein und mit meiner Familie „lässig“ in den Tag starten zu können.

Hinauf geht es mit der Steinbergbahn auf den 1.790 Meter hohen Asitz. Von hier aus starte ich ins Skivergnügen. Die Vielfalt der Pisten ist sowohl für Anfänger als auch für Profis perfekt. Vor vielen Jahren habe ich selbst in Leogang bei „Sepp“, dem mit seinen 70 Jahren wohl „lässigsten“ Skilehrer überhaupt, Skifahren gelernt. Wenn er den Berg runter fegt, können selbst viele topfitte 20-jährige Skifahrer nicht mit ihm mithalten. Er ist ein Leoganger Urgestein, der auch mal über sich selbst lachen kann. „Du musst deinen Körper quälen, sonst quält dein Körper dich.“, belehrt er uns im tiefsten Pinzgauer Dialekt.

Ich treffe Sepp zum Mittagessen in der „lässigsten“ Hütte des gesamten Skigebiets. Hier läuft chilliger Ibiza Sound. Jetzt haben wir die Qual der Wahl zwischen würzigem Grill-Hendl, Steckerlfisch oder super leckerem Ripperl mit Knoblauchstange und vielem mehr. Ob ein kühles Bier, ein Skiwasser, hausgemachte Limonade oder auch ein prickelnder Champagner – die Barkarte lässt keine Wünsche offen. Absolutes Highlight ist die drehbare Dachkonstruktion dieses Mountain Clubs. Wir sitzen drinnen und sind dem Himmel draußen dank 360 Grad Alpenpanorama doch so nah.

Nach der Stärkung geht es wieder auf die Piste bis die Sonne bereits beginnt, hinter den Bergen zu versinken und die Gipfel rot leuchten. Mein persönliches Highlight ist bei jedem Besuch in Leogang ein Abendessen in einem urigen Chaletdorf. Am Ofen bei Kerzenlicht in „lässiger“ Atmosphäre lasse ich beim „Hutessen“ den Tag ausklingen. Dies ist mein persönlicher Geheimtipp.

Leogang und die gesamte Region sind alles AUSSER gewöhnlich. Auch abseits der Piste gibt es viel zu entdecken: Eine Schneeschuhwanderung, einmal Pistenraupe fahren, mit dem Pferdeschlitten durch die verschneite Winterlandschaft gleiten, einen Helikopterrundflug über die Alpen erleben oder einfach aus der Zirbensauna den Blick auf das Bergpanorama genießen …

Auch die Hotels bieten für jeden Geschmack etwas: ein ausgewiesenes Sporthotel mit Sportconcierge, ein modernes Naturhotel mit eigenem Wildgehege, Badesee und Kinderbauernhof oder ein hippes Lifestylehotel mit Kletterparcours. Im „Home of Lässig“ finden wir für jeden das perfekte Hotel, um die Winter- oder Sommerzeit in den Bergen zu genießen.

Ein Bericht von Anna Carina Krebs

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