Manche Inseln, die ein Klischee aufgedrückt bekommen, wie beispielsweise Ibiza, die nur eine teure Partyinsel sein soll (was nebenbei bemerkt gar nicht zutrifft), sollen nicht so vielfältig oder nur bei gewissen Kundenkreisen beliebt sein.

Das stimmt jedoch nicht – zumindest nicht was Madeira betrifft! Ich selbst bin gar nicht so der Wanderfreund, aber die kleine Insel im Atlantik belehrt mich definitiv eines Besseren! Eine solche Flora und Fauna wie hier habe ich selten erlebt. Mit unserem kleinen Opel Corsa erkunden wir die ganze Insel. Madeira besitzt viele Tunnel und nach jedem fragen wir uns: Was wird uns diesmal am Ende des Tunnels erwarten? Werden es Klippen sein, die komplett mit Pflanzen bewachsen sind oder in denen unzählige kleine Wohnhäuser gebaut sind? Wird es ein Wasserfall sein, der aus dem Berg herausgesprudelt kommt? Oder erleben wir einen traumhaften Weitblick von mehreren Kilometer über die Insel hinweg? Denn nach jeder Unterführung taucht etwas Anderes, völlig Unerwartetes auf! Sogar den Wolken fahren wir nach, einfach immer weiter Richtung Himmel – ohne ein Ende in Sicht. Die Serpentinen immer weiter nach oben, Kurve um Kurve, erst durch dichte Pinienwälder, dann vorbei an kargen Landschaftsabschnitten mit kleinen Büschen und Felsen. So lange, bis wir an dem Punkt ankommen, an dem wir durch die Wolken hindurch fahren.

Erst wird es nebelig, diesig, total trist und grau und dann plötzlich – strahlender Sonnenschein! Und Wolken, soweit das Auge sehen kann, weiße pudrige Wolken. Die Luft dort oben? Kalt und sauber. Und die Aussicht? UNBESCHREIBLICH! Eindeutig eine weitere Reise wert!

Ein Bericht von Jacqueline Demary

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