Formentera ist so klein, so unscheinbar – ein Schatten der anderen Balearischen Inseln Mallorca, Ibiza und Menorca. Was wirklich schade ist, denn sie ist so traumhaft schön. Ich habe noch nie so türkisblaues, klares Wasser und einen so weißen Sandstrand gesehen wie hier.
Um überhaupt auf die kleine Insel zu kommen, kann man entweder mit der Schnellfähre übersetzen und auf dem Außendeck den salzigen Wind in den Haaren genießen oder man kauft sich ein Ticket für eine Überfahrt mit dem Katamaran.
Und seit diesem Jahr weiß ich auch: Es gibt nichts Schöneres als mit einer leuchtend roten Vespa über die kleine Insel zu cruisen, die Landschaft, die traumhaften kleinen und geheimnisvollen Buchten zu genießen und dann am Cap de Barbariar, an der Südspitze der Insel, anzukommen. Was ich dort entdecke, raubt mir den Atem …
Einige Meter vor dem Leuchtturm ist ein Loch zu erkennen. Dort befindet sich eine kleine, etwas wackelige Holzleiter, die fünf oder sechs Stufen hinunter in eine Höhle führt. Eine Höhle, geheimnisvoll, mit einem Ausblick über die steilen Klippen und das darunter doch so ruhige Meer. Und ein Musiker, der in dieser kleinen, unscheinbaren Höhle ein selbst komponiertes Musikstück auf seiner Harfe zupft. Eine Atmosphäre, wie ich sie sonst noch nie erlebt habe. Gänsehaut ist definitiv vorprogrammiert und für frisch verliebte Pärchen ein wirklich unvergessliches Erlebnis…

Ein Bericht von Jacqueline Demary

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