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Reiseberichte

Korfu – abseits der Touristenpfade

Korfu, vielen Menschen bekannt durch die Sissi-Filme, überrascht durch schöne Landschaften, eine sehenswerte Altstadt, die Mäuseinsel und weitere Sehenswürdigkeiten, die jeder Reiseführer detailliert beschreibt.

Viel schöner ist es jedoch, dass sich die Insel in den Dörfern abseits der Touristenpfade einen ursprünglichen Charme bewahrt hat und ich das Gefühl hatte, die Zeit sei dort stehengeblieben.
Nachdem wir mit dem Mietwagen über abenteuerliche Straßen und durch unzählige Olivenbaumwälder (ja richtige Wälder!) „gekurvt“ waren, war es eine Wohltat, in einem dieser kleinen Dörfchen anzukommen. Zum typischen Ortsbild gehören ein Dorfplatz mit schattenspendenden Bäumen und streunenden (meist tagsüber schläfrigen) Katzen und eine Taverne mit karierten Tischdecken und Holzstühlen. Dort gab es für uns kühle Getränke, leckere Oliven, Feta, selbstgebackenes Brot…. so fühlt sich Urlaub an!

Malediven – Abgetaucht im Reich der Inseln

Malediven – jeder hat sofort ein Bild von puderzuckerweißen Sandstränden, türkisblauem Wasser und kleinen Atollen, die wie Fauenaugen in der Sonne glitzern, im Kopf.
Mein erster Gedanke bei den Malediven war allerdings „grenzenlose Langeweile“. Was sollte ich auf einer fast einsamen Insel, die ich in weniger als einer halben Stunde zu Fuß umrunden kann? Würde mir hier nicht sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fallen? Mit diesen Gedanken im Gepäck mache ich mich auf die Reise…

Beim waghalsigen Anflug mit dem Wasserflugzeug auf das Rasdhoo Atoll kann ich meinen Blick nicht abwenden. Ich sehe hunderte kleine Augen, einsame Inseln – Robinson Crusoe Feeling. Ich bin angekommen im Paradies. Komme zur Ruhe. Steife den Alltag ab. Ich trete raus auf die Terrasse meiner Watervilla und sehe die rote, glühende Sonne im Meer versinken.
Am nächsten Morgen zieht es mich ins Wasser, raus ans Riff. Zum ersten Mal in meinem Leben schnorchle ich und bin beeindruckt von den Farben der Fische. Ich sehe hunderte von schillernden Fischschwärmen, Clownfische, einen respekteinflößenden Napoleonfisch, einen Oktopus und mein besonderes Highlight: eine Meeresschildkröte. Sie schwimmt elegant durch das Wasser und lässt sich von meiner Anwesenheit kaum beeindrucken. Nur ab und an taucht sie an die Oberfläche, um Luft zu holen. Als ich nicht damit rechne, entdecke ich ihn, den ersten Hai meines Lebens. Aus nächster Nähe starre ich ihn an. Er wirkt bedrohlich…ein Raubtier… erhaben… Ohne weiter Notiz von mir zu nehmen, gleitet er an mir vorbei. Erfahrene Taucher werden lachen, denn es handelt sich hierbei nicht um den „Weißen Hai“, sondern nur um einen 2 Meter kleinen Schwarzspitzen-Riffhai. Aber für mich als Schnorchelneuling ist dieses Erlebnis die Krönung des Tages.
Ich weiß jetzt, dass diese Reise alles andere als langweilig werden wird und stürze mich voller Vorfreude in mein Unterwasserabenteuer.

Ein Bericht von Anna-Carina Krebs

Viva Mexico in Merida

Mérida ist für mich der absolute Geheimtipp für alle Reisende, die die Yucatan Halbinsel besuchen. Ich hatte vorher kaum Vorstellungen von dieser Stadt, die. Mérida war nur ein Punkt auf meiner Mini-Rundreise über die mexikanische Halbinsel, die in den Golf von Mexiko und das Karibische Meer hineinragt. Highlight dieser Rundreise sollten die Maya Stätten Uxmal und Chichén Itzá werden, was sie auch definitiv waren. Dennoch stellt Mérida ebenfalls einen Höhepunkt dieser Reise dar. Uns begrüßte eine junge, pulsierende Stadt, die durch pittoreske, liebevoll restaurierte, pastellfarbene Häuserfassaden und Prachtbauten begeistert. Koloniales Flair, das von vergangenen Zeiten der Hochblühte, in denen Mérida durch die Sisalherstellung reich geworden war, zeugt, umgibt einen besonders an der Plaza Grande. In Markthallen umgab uns ein Duft von exotischen Gewürzen und frischem Gemüse und Obst. Köstliche, grünleuchtende Avocados soweit das Auge reichte. Ein solcher Marktbesuch darf meines Erachtens nicht fehlen, da hier und in den Gassen rund um den Markt zu unglaublich günstigen Preisen wundervolle Souvenirs wie Sisalhängematten, richtig guter Tequila und vieles mehr erstanden werden kann.  

 

 

Abends machten wir uns nach dem Abendessen in einem wundervollen Lokal, dessen Wände unter anderem mit Bildnissen Frida Kahlos geschmückt waren, auf, das Nachtleben zu erkunden. Wir waren begeistert von den wundervoll angestrahlten Gebäuden auf der Plaza Grande, die in der Dunkelheit noch beeindruckender wirkte als im Tageslicht. Besonders sehenswert ist Cathedral de San Ildefonso aus dem 16. Jahrhundert und der Palacio Municipal aus dem 18. Jahrhundert, auf dessen Balkon die Unabhängigkeit Mexikos 1821 ausgerufen worden ist. Nachdem wir das abendliche Treiben in den Gassen Méridas bestaunt hatten, landeten wir in einer auf den ersten Blick typischen mexikanischen Bar. Dutzende mexikanischer Bierflaschen stehen als Deko hinter der Bar. Das Lokal befindet sich in einem historischen Kolonialbau mit hohen Decken und einem kleinem Innenhof mit wunderschönen Arkaden und historischen, kunstvoll bemalten Fließen. Es war ausschließlich von Mexikanern besucht und im lauschigen Innenhof spielte wundervolle Livemusik. Doch plötzlich fiel unser Blick auf das Schild „Willkommen“ und auch ein Blick in die Karte verriet, dass es sich hier nicht um eine normale, mexikanische Bar handelt. Das „La Bierhaus“ wird von einem Deutschen geführt. Neben köstlichen mexikanischen Bieren, unter denen sich auch eine große Auswahl an landestypischen Craftbieren findet, gibt es auf der Karte auch eine ansehnliche Auswahl an deutschen Biersorten. Normalerweise meide ich deutsche Bars im Ausland, da ich gerne das landestypische Flair erleben möchte. Dennoch ist dieses „Bierhaus“ ein Muss und nicht allein auf Touristen, sondern auf Einheimische ausgelegt. Wir genossen einen unglaublich schönen Abend mit kühlem Bier, hervorragender Musik und toller Atmosphäre und stießen an auf die wundervollen Erlebnisse, die noch auf uns warten sollten. Salut!

Ein Bericht von Anna-Carina Krebs

Chalkidiki – Zu Besuch auf den 3 griechischen Fingern

Meinen Kurztrip auf dem griechischen Festland in der Region Chalkidiki werde ich so schnell nicht mehr vergessen.

Haben Sie schon einmal in einer kleinen traditionellen Taverne frisch zubereitetes griechisches Tsatsiki gegessen? Dazu gibt es landestypische Souvlaki oder Bifteki. Und haben Sie sich nach Ihrem Dessert, griechischer Joghurt mit eigens hergestelltem Honig, schon mal Ihre Zukunft von einem Griechen aus dem Kaffeesatz lesen lassen?

Nun sitzen wir da, mit unserer kleinen super sympathischen Gruppe in dieser gemütlichen Taverne, auf der überdachten Terrasse. Selbst im Oktober ist es vom Klima her noch sehr angenehm in Chalkidiki. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Perfekt um im Sommerkleid in der Taverne ein Gläschen Wein zu trinken. Wir haben sehr leckeres typisch griechisches Essen gegessen und einige aus der Gruppe bestellen zum Abschluss noch eine Tasse Kaffee. Unser treuer Begleiter der letzten spannenden Tage, Papa Jannis, wie wir ihn liebevoll getauft haben, grinst in die Runde hinein als der Kaffee gebracht wird und fragt ob wir nicht einen Blick in die Zukunft erhaschen wollen. Meine Sitznachbarin ist mutig und gibt Papa Jannis ohne zu zögern Ihre ausgetrunkene Tasse. Er nimmt sie samt Untertasse in die Hand, dreht sie auf den Kopf, wodurch sich der Kaffeesatz vom Boden der Tasse löst und langsam auf die Untertasse läuft. Jetzt stellt er sie wieder auf den Tisch zurück und beginnt ausgiebig den Kaffeesatz zu betrachten. Beim genauen Hinsehen sind Muster und Spuren durch den herabfließenden Kaffeesatz zurückgeblieben, die er jetzt mit viel Fantasie deutet. Er bittet meine Sitznachbarin zu sich und erklärt ihr im ruhigen, fast flüsternden Ton, was er im Kaffeesatz sieht und wie sich Ihre Zukunft gestaltet. Sie klebt förmlich an seinen Lippen. Ihrem Gesichtsausdruck zu deuten ist sie mehr als fasziniert und erstaunt.

Und genau in diesem Moment könnte ich mich darüber ärgern, dass ich selber keinen Kaffee trinke. Ich wüsste ja auch zu gerne, was mich in den nächsten Jahren erwartet und wohin mich meine Reisen noch verschlagen.

Aber ich werde wieder kommen, das habe ich Papa Jannis versprochen und vielleicht bin ich dann zur Kaffeetrinkerin geworden, die sich auch von einem Griechen die Zukunft aus dem Kaffeesatz lesen lassen wird.

Ein Bericht von Jacqueline Demary

Thailands Süden – Aufwachen im Paradies

Thailand – auch als das Land des Lächelns bekannt – ist das meistbereiste Land in Südostasien und das nicht ohne Grund, wie ich auf meiner 10- tägigen Reise hautnah erlebe.
Mit Vorfreude im Gepäck mache ich mich auf die lange Reise in das buddhistische Königreich nach Südostasien.

Die Türen des Flugzeugs öffnen sich… endlich… Warme, tropische Luft legt sich um meinen Körper. Ich habe trotz der tropischen Temperaturen Gänsehaut vor Vorfreude.
Am Flughafen werden wir von unserem thailändischen Reiseführer bereits mit Spannung erwartet. Das Abenteuer Südthailand kann nun endlich beginnen.

Aufwachen im Paradies – träume ich noch oder hat ein neuer Tag schon begonnen?
Ich befinde mich tatsächlich auf Koh Samui- eine der traumhaftesten Inseln im Golf von Thailand und mein persönliches Highlight unserer Rundreise.
Die größte Insel des Samui- Archipels weckte schon vor Jahren meine Begeisterung – es war immer mein Traum einmal an dem wunderschönen Sandstrand von Chaweng meine Füße im Sand zu vergraben und meinen Blick auf das glasklare Wasser schweifen zu lassen.
Die paradiesischen Strände, die Bandbreite an Kultur und die einzigartige Tierwelt machen einen Urlaub auf Koh Samui einfach perfekt.

Mitten im Dschungel stehen – warme Regentropfen berieseln meinen Körper – Sicht auf freilebende Elefanten … Das klingt wie ein Traum und Träume sind dazu da, Erinnerungen zu werden…
Ein weiteres Highlight meiner Rundreise sind die Elephant Hills auf der Halbinsel Phuket.
Hier stehen der Schutz der Elefanten und die artgerechte Haltung der Dickhäuter im Vordergrund. Den Tieren ist man hier so nah, wie fast nirgendwo sonst auf der Welt- Essen vorbereiten, füttern und anschließend putzen machen den Tag zu einem der tollsten Erlebnisse überhaupt.

Thailand- für mich ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Freundlichkeit der Menschen, die traumhaften Strände und die Vielfalt an Kultur machen Thailand zu einer Destination, welche auf keiner Bucketlist fehlen darf.

Ein Reisebericht von Chantal Jardin

Seengebiet Saimaa in Finnland – wäre‘ ich doch bloß nicht dort gewesen …

… dann müsste ich jetzt nicht immer an diese zutiefst beeindruckende Landschaft, die überaus freundlichen und gut gelaunten Menschen und besonders an die kleinen und großen Abenteuer zurückdenken!

In diesem Jahr hat mich eine Reise in einen Teil Europas geführt, in dem ich bis dato noch nicht gewesen bin. Der Saimaa-See, im Südosten des Landes gelegen, ist der größte See Finnlands. Entstanden in der letzten Eiszeit, hat sich dort ein unglaubliches Geflecht von Seen und Wasserstraßen gebildet. Eine ganz spezielle Landschaft mit unzähligen kleinen und großen Inseln, welche durch die Nähe zu ihrer Hauptstadt auch von den Finnen selbst als Naherholungsgebiet genutzt werden. Bei einer sportlichen Fahrt mit einem Ruderboot kann man diesen besonderen Ort erst richtig genießen. Das Besondere und absolut Spannende an diesem Ausflug: Hinter jeder Biegung, hinter jedem Felsen und jedem Baum kann einer der seltenen Bären, Wölfe oder ein Elch am Ufer stehen oder sich eine Ringelrobbe an einem Strand ausruhen. Spannender geht es fast nicht!

Ein perfektes Ziel für Ruhesuchende sowie Naturliebhaber und natürlich nicht zu vergessen: Wellnessurlauber. Auch sie sind hier im Ursprungsland der Saunakultur am richtigen Fleck! Im Hotel, im Ferienhaus, in den zahlreichen öffentlichen Saunas oder sogar in einer Riesenradsauna lässt es sich schwitzen und entspannen.

Es gibt aber nicht nur Wälder, Seen, Ruhe und kleine beschauliche Städte in Finnland. Ein besonderes Muss ist natürlich die quirlige und hippe Hauptstadt Helsinki. Eine bei den Einheimischen und natürlich auch bei Touristen beliebte und aufstrebende Metropole. Diese Stadt bietet für Kulturliebhaber, für Architekturbegeisterte, für Nachtschwärmer und für Shoppingsüchtige alle Facetten einer Großstadt … nur etwas kleiner!

Ich habe für mich beschlossen, dass es nicht mein letzter Besuch in Finnland gewesen ist!

Ein Bericht von Alexander Wirtz

Vietnam – Lebensader Mekong

Wahnsinn – das war das erste Wort, welches mir in den Sinn kam, als ich über die Brücke des Mekong fuhr. Selbstverständlich hatte ich bereits vorher Bilder gesehen und kannte andere große Flüsse, aber die Ausmaße des Mekongs waren mir nicht klar, bis ich sie selbst sah. Kurze Zeit später befand ich mich an einer Bootsanlegestelle wieder – um vier Uhr morgens, als die Sonne gerade aufging. Was machen so viele Menschen so früh am Morgen hier? Ich war noch ganz verschlafen und noch gar nicht richtig angekommen, als mir eine Gruppe älterer vietnamesischer Damen auffiel, die bei brüllender Musik Sport trieben. Jetzt wurde ich wach. Spontan machte ich mit, was lachend von den Einheimischen angenommen wurde. So startete ich mit viel Spaß und guter Laune in meinen Tag. Danach ging es endlich auf das Boot, denn das Wichtigste sollte ja noch kommen … Nach einer 20-minütigen, rasanten Bootsfahrt und unendlich vielen Fotoaufnahmen des Sonnenaufgangs über dem Mekong wurde mir klar, was die Vietnamesen so früh am Morgen zum Fluss zieht: das Einkaufen! Hunderte Boote lagen um uns herum und alle verkauften Ihre Waren! Es war ein beeindruckendes Treiben, kleine Boote hielten an und kauften direkt von den großen Booten die frischesten Waren … Ananas, Bananen, Melonen, Fische, soviel das Herz begehrt, Pflanzen, Haushaltswaren und vieles mehr – einfach alles, was man sich vorstellen kann. Als wir dann auch noch an einer schwimmenden Tankstelle vorbeifuhren, war ich vollends überzeugt!

Der Fluss ist nicht nur eine Lebensader dieses Landes – nein, er ist das Leben!

Die Vietnamesen hier leben auf dem Fluss, sie leben von dem Mekong, sie leben neben ihm und sie leben IHN! Für viele ist ihr Boot ihr Zuhause, das sie auch nur selten verlassen. Die kleinen Arme des Mekongs dienen als natürliche Grenzen für kleine Bauernhöfe mit freilaufenden Hühnern und Schweinen. Ihre Bewohner fangen die Fische direkt aus dem Fluss, um sie wieder zu verkaufen oder fangfrisch zuzubereiten. Sie bewirtschaften kleine Felder mit Mais und Reis, um sich selbst zu versorgen. Ich fühlte mich den Menschen dort so nah. Voller Herzlichkeit lassen sie uns Ausländer in ihr Leben, sie zeigen stolz ihre Art zu leben und genießen ihr Paradies!
Wenn Sie hautnah Insidertipps zu Vietnam haben möchten, melden Sie sich gerne in unseren Reisebüros. Für alle, die ein Paradies abseits des Massentourismus suchen, ist die vietnamesische Insel Phu Quoc vor der Küste Kambodschas übrigens meine absolute Empfehlung.

Ein Bericht von Josephine Malitz

Warum Sylt „Sylt“ ist und nicht Amrum – Heiraten am Strand

Sylt … versnobt? Überteuert? Schlichtweg übertrieben? So oder so ähnlich waren meine Vorurteile vor meinem ersten Sylt-Besuch. Doch dann entschlossen sich zwei Freunde dazu, sich am Strand von Sylt das Ja-Wort zu geben und ich wurde gefragt, ihre Trauzeugin zu sein.

Mit Meeresluft in der Nase stieg dann doch bei der Fahrt über den Hindenburgdamm die Vorfreude. Wir selbst wohnten in Keitum, dem mit Abstand schönsten Dorf der Insel. Pittoreske, reetgedeckte Häuser bilden den Charme dieses alten Kapitänsdorfs, das einst den Hauptort der Insel bildete, bevor alle an die Westküste zu den großen Stränden pilgerten. Keitum ist ein Irrgarten aus kleinen Sträßchen, die von alten, hohen Bäumen gesäumt werden und historischen Häuschen, deren blühende Vorgärten mit ihrer Farbenpracht begeistern. Vom Watt her weht ein beharrlicher Wind und wenn man an der Megalithanlage Harhoog steht, welche mehr als 5.000 Jahre alt ist, und der Blick im Abendrot zum Horizont schweift, spürt man die Magie, die diesen Ort bereits in der Steinzeit umgeben hat.

Die Hochzeit unserer Freunde fand am Strand in Wenningstedt statt. Es hätte keinen besseren Ort für ihr Eheversprechen geben können. Barfuß und im weißen Kleid mit einem Strauß aus Dünengras und Muscheln schritt meine Freundin über den Strand zu ihrem Mann und uns wartenden Hochzeitsgästen – begleitet von der romantischen Gitarrenmusik eines Sylters mit wildem Haar. Getraut wurden die beiden von Pfarrer Rainer Chinnow, der mit seiner kleinen Kirchengemeinde auf Sylt  bereits selbst zu einer der Sehenswürdigkeiten der Insel gehört. Eine Messe mit ihm muss man erlebt haben. Er reißt die Menschen mit und ist dabei alles andere als konventionell. Für meine Freunde war es der perfekte Augenblick sich in Wenningstedt am Strand das „Ja“ Wort zu geben und für mich eine besondere Ehre, Teil dieses Moments zu sein.

Sylt hat mich begeistert und ein Lieblingsort jagte den anderen. Genial war eine Wanderung rund um das Morsum Kliff, bei der ein Mittagessen im Landhaus SEVERIN´S nicht fehlen durfte.  Unberührte Natur erwartete uns am „Ellenbogen“, dem nördlichsten Punkt Deutschlands. Besonders begeistert war ich allerdings auch von den Stränden, die trotz Hochsaison nicht voll wirkten. Und mit etwas Suchen fanden wir in Hörnum sogar einsame Strandabschnitte mit fast karibisch blauem Wasser. Und wenn doch einmal Langeweile aufkommt, kann man zu den Liegebänken der Robben rausfahren, die einzigartigen Halligen am Rande der Naturgewalten besuchen oder den anderen nordfriesischen Inseln einen Besuch abstatten. Aber Achtung: Amrum hat außer tollen Stränden, die ihr auch auf Sylt findet, nicht viel zu bieten. Einziges Café am Strand ist ein altes DLRG Heim.

Sylt hat natürlich auch seine versnobten Ecken und der Luxus wird auch immer vor allem beim Blick auf die hiesigen Immobilienpreise sichtbar. Und auch Westerland ist nicht wirklich eine Inselperle. Dennoch hat Sylt sich auch seinen ursprünglichen Charme bewahrt und wartet mit (fast) unberührter Natur, viel Geschichte, Reetdächern, schönen Stränden und leckeren Restaurants auf. Anders als Amrum, das vor allem in Norddorf durch hässliche Bauten der Siebziger Jahre besticht, hat sich Sylt in großen Teilen seinen Inselcharme erhalten. Kurz gesagt: ein perfekter Ort, um den Bund des Lebens einzugehen …

Ein Bericht von Anna Carina Krebs

Skiurlaub im „Home of Lässig“

Bereits seit Kindertagen, als ich auf dem Weg zur Italienischen Riviera in der Schweiz das erste Mal „richtige“ Berge erblickte, üben die Alpen eine unbeschreibliche Faszination auf mich aus. Ich erinnere mich daran, wie ich mit meinen Geschwistern zusammen unsere Eltern so lange bekniet habe, bis sie nachgaben und nicht den Weg durch den Tunnel, sondern den Umweg über den Gotthardpass nach Süden wählten. Und auch heute noch zieht es mich im Sommer wie auch im Winter in die Berge … aber diesmal nicht nur auf der Durchreise.

Im Winter geht es oft nach Leogang ins Salzburger Land. Dieses selbsternannte „Home of Lässig“ besticht im Winter mit über 270 Pistenkilometern und bildet zusammen mit Saalbach-Hinterglemm und Fieberbrunn eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Sowohl urige als auch stylische Hütten und ein atemberaubendes Alpenpanorama machen hier den Reiz aus. Allein der morgendliche Blick aus dem Fenster, wenn die Sonne die noch im Dunst liegenden, verschneiten Gipfel der Leoganger Steinberge anleuchtet, ist unbeschreiblich und ich empfinde Dankbarkeit, hier zu sein und mit meiner Familie „lässig“ in den Tag starten zu können.

Hinauf geht es mit der Steinbergbahn auf den 1.790 Meter hohen Asitz. Von hier aus starte ich ins Skivergnügen. Die Vielfalt der Pisten ist sowohl für Anfänger als auch für Profis perfekt. Vor vielen Jahren habe ich selbst in Leogang bei „Sepp“, dem mit seinen 70 Jahren wohl „lässigsten“ Skilehrer überhaupt, Skifahren gelernt. Wenn er den Berg runter fegt, können selbst viele topfitte 20-jährige Skifahrer nicht mit ihm mithalten. Er ist ein Leoganger Urgestein, der auch mal über sich selbst lachen kann. „Du musst deinen Körper quälen, sonst quält dein Körper dich.“, belehrt er uns im tiefsten Pinzgauer Dialekt.

Ich treffe Sepp zum Mittagessen in der „lässigsten“ Hütte des gesamten Skigebiets. Hier läuft chilliger Ibiza Sound. Jetzt haben wir die Qual der Wahl zwischen würzigem Grill-Hendl, Steckerlfisch oder super leckerem Ripperl mit Knoblauchstange und vielem mehr. Ob ein kühles Bier, ein Skiwasser, hausgemachte Limonade oder auch ein prickelnder Champagner – die Barkarte lässt keine Wünsche offen. Absolutes Highlight ist die drehbare Dachkonstruktion dieses Mountain Clubs. Wir sitzen drinnen und sind dem Himmel draußen dank 360 Grad Alpenpanorama doch so nah.

Nach der Stärkung geht es wieder auf die Piste bis die Sonne bereits beginnt, hinter den Bergen zu versinken und die Gipfel rot leuchten. Mein persönliches Highlight ist bei jedem Besuch in Leogang ein Abendessen in einem urigen Chaletdorf. Am Ofen bei Kerzenlicht in „lässiger“ Atmosphäre lasse ich beim „Hutessen“ den Tag ausklingen. Dies ist mein persönlicher Geheimtipp.

Leogang und die gesamte Region sind alles AUSSER gewöhnlich. Auch abseits der Piste gibt es viel zu entdecken: Eine Schneeschuhwanderung, einmal Pistenraupe fahren, mit dem Pferdeschlitten durch die verschneite Winterlandschaft gleiten, einen Helikopterrundflug über die Alpen erleben oder einfach aus der Zirbensauna den Blick auf das Bergpanorama genießen …

Auch die Hotels bieten für jeden Geschmack etwas: ein ausgewiesenes Sporthotel mit Sportconcierge, ein modernes Naturhotel mit eigenem Wildgehege, Badesee und Kinderbauernhof oder ein hippes Lifestylehotel mit Kletterparcours. Im „Home of Lässig“ finden wir für jeden das perfekte Hotel, um die Winter- oder Sommerzeit in den Bergen zu genießen.

Ein Bericht von Anna Carina Krebs

Ein Schuss, ein Treffer

Spannung pur und eine Stimmung, die nicht in Worte zu fassen ist. Das ist Biathlon. Schon seit Jahren begeistert mich und wohl eine Vielzahl von Menschen dieser Sport. Pure Bewunderung für die Biathleten/innen, die, nachdem sie ihre Langlaufetappen beendet haben, ihren Körper so kontrollieren, dass sie sicher am Schießstand einen Treffer nach dem anderen landen. Bei diesem Spektakel dabei zu sein, ist ein absoluter Traum. Die Reisegruppe, allesamt biathlonbegeistert, ist wie eine kleine Familie. Beherrschend sind schon beim Frühstück die Tipps, wer wohl wie gut läuft sowie schießt und beim Abendessen das Resümee des Tages. Hautnah die Vorbereitungen – wie das Einlaufen und das Testen des „perfekten Skis“ – und dann die einmalige Stimmung des Wettkampfes zu erleben und die Spannung auf sich wirken zu lassen, macht die Faszination Biathlon aus. Auch die Verpflegung über Tag ist natürlich sehr wichtig. Bei den meist kühlen Temperaturen ist ein warmer Kaffee und Tee natürlich Standard. Aber auch Würstchen kann man perfekt in der Thermoskanne warm halten und der ein oder andere, von innen wärmende Schnaps darf natürlich auch nicht fehlen. Nach der WM in Hochfilzen genieße ich das Biathlonfieber in diesem Jahr beim Weltcup in Ruhpolding, da ja 2018 die WM aufgrund der Olympiade ausfällt.

Ein Bericht von Claudia Krebs